Soziales Lernen

lernen"Der richtige Weg beginnt mit der Aufmerksamkeit für die Jugend und mit dem Versuch, sie so gut wie möglich zu formen." (SOKRATES)

Das soziale Klima in unserer Gesellschaft wird rauer und zunehmend durch Missverständnisse, Intoleranz, psychische und physische Gewalt geprägt. Menschen unterschiedlicher Herkunft tun sich schwer mit dem friedlichen Zusammenleben, dem Akzeptieren von Unterschieden und Gewohnheiten. Eltern sind, bedingt durch berufliche Zwänge, Erhaltung ihrer Existenz oder ihres Lebensstandards, zunehmend nicht mehr in der Lage, sich ausreichend um ihre Kinder zu kümmern. Die Rückwirkungen auf das schulische Leben reichen von Verhaltensauffälligkeiten, Unterrichtsstörungen und -verweigerungen bis hin zu Übergriffen von Schülern. Soziale Fähigkeiten und Fertigkeiten sind nicht mehr selbstverständlich und müssen ebenso vermittelt werden wie Mathematik, Deutsch, der Umgang mit neuen Medien usw. Auch in Anbetracht der Erkenntnis, dass Berufe nicht nur fachliche, sondern zunehmend mehr soziale Kompetenz erfordern, stellt sich die Frage, ob es in Zukunft verantwortbar ist, soziales Lernen zu vernachlässigen.

Sozialtraining / Zielsetzung

Unser Ziel ist es, die Schüler bei der Entwicklung ihrer Sozialkompetenz zu unterstützen, ihnen Respekt vor der Andersartigkeit zu vermitteln und sie für den Umgang mit den eigenen Bedürfnissen und den Interessen anderer zu sensibilisieren. Sie sollen "Handwerkszeug" für konstruktive Auseinandersetzungen erwerben und lernen, die Kraft für- statt gegeneinander einzusetzen.
Ein wichtiges Ziel ist es, die Persönlichkeit der Kinder zu stärken und sie zu konstruktiver Konfliktlösung zu befähigen  Kinder, die gelernt haben, miteinander umzugehen, können besser lernen und mehr erreichen als andere, die ihr Potential aufgrund von Konflikten und Auseinandersetzungen nicht nutzen können.
Ein positiveres Lernklima wird geschaffen, somit werden auch die Lehrerinnen entlastet. Langfristiges Ziel ist es, die Kooperation aller LehrerInnen untereinander, den Einbezug der Eltern, fächerübergreifenden Einsatz, ein hohes Maß an Handlungsorientierung sowie die Anknüpfung an die Alltagserfahrungen der Kinder zu erreichen. Durch die Beteiligung verschiedener Fächer, Fach- und Klassenlehrer und/oder
Sozialpädagogen des BiSJ wird für die Schüler ein durchgängiges Unterrichtsprinzip gewährleistet. Ganz nebenbei werden die Schüler auf die spätere Schlichterausbildung vorbereitet, die in der Regel im 9. Jahrgang angeboten wird.

Inhalte des Sozialtrainings
Die folgenden Bausteine sind die inhaltliche Grundlage des Sozialtrainings und werden je nach der Klassensituation und
auftretenden Konflikten eingesetzt.

Zielsetzungen

I: Ausbildung der SchülerstreitschlichterInnen (MediatorInnen)
Die Schüler lernen in ihrer Ausbildung: aktives Zuhören, Vertraulichkeit und Neutralität zu wahren, Vorurteile bewusst wahrzunehmen und abzubauen, Einfühlungsvermögen in die Konfliktparteien, Gesprächstechniken, Hilfestellung zu leisten beim Finden von Lösungen und Kompromissen.

II: Auswirkungen auf das Schulleben
Die SchülerInnen lernen: sich positiv zu behaupten, konstruktiv an Lösungen mitzuarbeiten, sich in andere einzufühlen und auch sie zu verstehen, Streit nicht zu vermeiden, sondern fair zu streiten, Probleme weitgehend selbst zu lösen. Insgesamt soll die Mediation der Verbesserung des gesamten Schulklimas dienen, Aggressionen vermeiden helfen und zur Eigenverantwortlichkeit erziehen.

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