Schulsozialbüro

Elena_KabuzanElena Kabuzan

Schulsozialarbeiterin

 

sven-ende-2010Sven Eeckhout

Schulsozialarbeiter

 

 

 

 

 

 

 

 

Dobeq-LogoKontaktmöglichkeit:

0231 / 35 67 233

Weitere Informationen unter:

Dortmunder Beschäftigungs-,Qualifizierungs und Ausbildungsgesellschaft mbH (DOBEQ)

 

Die Schulsozialarbeit ist ein Beratungs- und Hilfsangebot für alle Schülerinnen und Schüler, deren Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrer der Albert-Schweitzer-Realschule. Die Angebote der Schulsozialarbeit sind freiwillig und vertraulich!

Was wir machen...

... für Schüler/innen

  • Wir helfen und unterstützen die Schüler/innen bei Schulschwierigkeiten.
  • Wir helfen bei Problemen in der Schule, im Freundeskreis, in der Familie und suchen gemeinsam nach Lösungen. Wir unterstützen die Schüler/innen bei Schwierigkeiten mit Lehrer/innen oder der Schulleitung. Wir nehmen auf Wunsch Kontakt mit Behörden und Ämtern auf.

... für Klassen

  • Wir führen individuelle Projekte z.B. zu den Themen Suchtprävention, Gewaltprävention oder zur Förderung der Klassengemeinschaft durch.

... für Eltern

  • Wir sind neutrale Vermittler zwischen Eltern und Lehrer/innen bei Elterngesprächen.
  • Wir suchen gemeinsam mit den Eltern nach Lösungen bevor es zu einem Unterrichts- oder Schulausschluss kommt. Wir vermitteln bei Problemen zwischen Schüler/innen und Eltern. Wir knüpfen Kontakte zu den sozialen Diensten und Ämtern des Stadtteils, sowie im gesamten Stadtbezirk.

... für Lehrer/innen

  •     Wir beraten und begleiten Lehrer/innen in sozialpädagogischen Fragen.
  •     Wir planen und führen gemeinsam mit dem/der Lehrer/in sozial-pädagogische Projekte durch. Wir begleiten Elterngespräche.

 

Schulsozialarbeit an der Albert-Schweitzer-Realschule Dortmund

 Konzeptionelle Grundlagen:

Handlungsansatz, Ziel, Organisation
und methodische Standards zentraler Angebote der Schulsozialarbeit an der Albert-Schweitzer-Realschule (ASR)

 Erstellt am 26.03.2012 von Elena Kabuzan und Sven Eeckhout          Aktualisiert am 10.08.2015 von Elena Kabuzan und Sven Eeckhout

 Inhalt

1               Konzeptionelle Grundlagen für die Schulsozialarbeit an der ASR

1.1              Handlungsansatz für Schulsozialarbeit an der ASR und Kompetenzen der  dobeq-SchulsozialarbeiterInnen

1.2             Ziele der Schulsozialarbeit an der ASR

1.3             Konzeptionelle, strukturelle und organisatorische Einbindung der Schulsozial­arbei­t der dobeq an der ASR

1.4             Inhaltliche Ausrichtung und methodische Standards zentraler Angebote an der  ASR

1.4.1          Einzelfallhilfe und Beratung

1.4.2         Sozialpädagogische Gruppen- und Projektarbeit

1.4.3         Konfliktbewältigung

1.4.4         Arbeit mit Eltern und Personensorgeberechtigten

1.4.5         Mitwirkung an der sozialräumlichen und fachlichen Vernetzung innerhalb und außerhalb der Schule

1.4.6         Umsetzung des Bildungs- und Teilhabepakets

1.5             Prinzipien der Schulsozialarbeit an der ASR

 

1.          Konzeptionelle Grundlagen für die Schulsozialarbeit an der ASR

Folgende Beschreibung der konzeptionellen Grundlagen von Schulsozialarbeit an der ASR beruht auf dem Leitbild der dobeq GmbH und dem Rahmenkonzept „Schulsozialarbeit an Dortmunder Schulen“, das vom Regionalen Bildungsbüro der Stadt Dortmund als Ergebnis der Zusammenarbeit von beteiligten Akteuren der Schulsozialarbeit in Dortmund, auch unter Beteiligung der SchulsozialarbeiterInnen der ASR, entstanden ist.

Diese Beschreibung gibt Auskunft über den Handlungsansatz, das Ziel und die konzeptionelle, strukturelle und organisatorische Einbindung von Schulsozialarbeit. Für zentrale Angebote der Schulsozialarbeit formuliert sie methodische Standards.

Mit der hier vorgenommenen Beschreibung möchten wir zu Transparenz und Verbindlichkeit unserer Angebote beitragen. Diese bedürfen jedoch immer der Ergänzung durch das schulspezifische Konzept der Albert-Schweitzer-Realschule Dortmund. Die Angebote berücksichtigen immer die jeweiligen Bedingungen, Interessen und Schwerpunkte vor Ort und unterliegen ständiger Evaluation.

1.1        Handlungsansatz für Schulsozialarbeit an der ASR und Kompetenzen der dobeq-SchulsozialarbeiterInnen

Schulsozialarbeit ist soziale Arbeit im Raum der ASR. Sie versteht sich als ergänzendes, eigenständiges pädagogisches Element in der Schule, das sich in seiner sozialpädagogischen Ausrichtung vom schulpädagogischen Profil unterscheidet. Die Schulsozialarbeit unterstützt Kinder und Jugendliche der ASR (adressatenbezogener Aspekt) und damit auch die Schule selbst bei ihrem Erziehungs- und Bildungsauftrag (organisationsbezogener Aspekt).

Die Schulsozialarbeit steht konzeptionell zwischen der Schule und der Jugendhilfe. Sie bringt ihren sozialpädagogischen Ansatz in der Schule ein und stellt Verknüpfungen aus der Schule heraus zu Angeboten der Jugendhilfe her.

Folgende Kompetenzen bringen die SchulsozialarbeiterInnen der dobeq durch ihren sozialpädagogischen Hintergrund in Ergänzung zu dem schulpädagogischen Ansatz der LehrerInnen in der ASR ein:

  • Sie verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz. Um die Situation des Schülers in der Schule besser verstehen zu können, nehmen sie auch seine außerschulische Situation in den Blick und bringen dies bei der Beratung des Schülers oder der gemeinsamen Fallberatung mit Lehrern mit ein.
  • Sie verfolgen einen individuellen Ansatz und setzen an der Ausgangssituation, also an den Stärken und Schwächen des jeweiligen Schülers an, nicht nur an dem zu erreichenden Klassenziel.
  • Sie verfolgen einen präventiven Ansatz, d.h. sie erkennen frühzeitig potenzielle Benachteiligungen und Fehlentwicklungen von Kindern und Jugendlichen und steuern mit geeigneten Methoden dem entgegen.
  • Sie verfolgen einen partizipativen Ansatz und beteiligen Schüler an Entscheidungsprozessen, ermöglichen ihnen Mitbestimmung in Lernvorgängen, Strukturen und Projekten und übertragen ihnen verantwortungsvolle Funktionen.
  • Sie verfolgen einen interkulturellen Ansatz, sind sensibilisiert für Jugendliche mit unterschiedlichen Lebenshintergründen, für interkulturelle Situationen und für mögliche Konflikte. Sie initiieren interkulturelles Lernen, schaffen ein Klima von Rücksicht, Toleranz und Akzeptanz.
  • Sie verfolgen einen vernetzenden Ansatz und nutzen ihre Kenntnisse über die Organisationen der Sozialen Arbeit, insbesondere der Jugendhilfe und Jugendberufshilfe, um SchülerInnen und Eltern die jeweiligen Hilfsangebote erschließen zu können.

1.2        Ziele der Schulsozialarbeit an der ASR

Das übergreifende Ziel der dobeq-Schulsozialarbeit besteht darin, die ASR bei ihrem Erziehungs- und Bildungsauftrag zu unterstützen, also den Kindern und Jugendlichen das Erreichen von kognitiven und sozialen Lernzielen und Abschlüssen zu ermöglichen.

Die dobeq als sozialer Träger in der Tradition der Arbeiterwohlfahrt sieht dabei eine besondere Verantwortung darin, SchülerInnen mit problembelasteten sozialen Hintergrund in besonderer Weise zu unterstützen, um ihnen die Integration in Schule und den Erwerb von Bildungsabschlüssen zu ermöglichen.

Dies übergreifend beschriebene Ziel findet seine Konkretisierung in einer Reihe von Teilzielen. Diese konkreten Ziele sind:

  • Verbesserung des Schulklimas
  • Öffnung der Schule nach innen und außen
  • Stabilisierung des Schulbesuchs, weniger Fehlzeiten
  • Einbezug sozialpädagogischer Sichtweisen für die Interpretation von Einzelfällen und Reflexion des Schulgeschehens
  • Erweiterung individueller und sozialer Kompetenzen bei bestimmten SchülerInnen
  • Verbreiterung des Beratungsangebotes, Ansprache der SchulsozialarbeiterInnen durch SchülerInnen mit Problemen, die gegenüber LehrerInnen eventuell nicht angesprochen würden
  • Unterstützung von SchülerInnen und LehrerInnen im Rahmen von Inklusion und in den „Internationalen Klassen“
  • Unterstützung der Schüler bei der Perspektiventwicklung
  • Erhöhung der befriedigenden einzelfallbezogenen Kooperationskontakte mit anderen Institutionen (Ämter, Einrichtungen, Polizei)
  • Erhöhte Integration von SchülerInnen in regelhafte Schulabläufe (Projekte, AGs, Pausenaktivitäten)
  • Umsetzung des Bildungs- und Teilhabepakets, Beratung und Hilfe
  • fachliche und sozialräumliche Vernetzung der Schule

1.3        Konzeptionelle, strukturelle und organisatorische Einbindung der Schulsozial­arbei­t der dobeq an der ASR

Schulsozialarbeit muss im Schulgefüge konzeptionell und strukturell verankert sein. Auf dem Hintergrund des Schulkonzeptes und der konzeptionellen Grundlagen der dobeq zur Schulsozialarbeit werden zwischen der ASR und der dobeq Vereinbarungen getroffen, in denen

  • die Schwerpunktsetzung (Beratung und Einzelfallhilfe, Gruppenarbeit, BuT,…),
  • darüber hinausgehende Leistungen (Netzwerkarbeit,…),
  • Umsetzungsschritte (Schüler-, Eltern-, Lehrergespräche,…),
  • der konkrete Zeitraum, meist auf ein Schuljahr zu beziehen, ggf. der Zeitumfang,
  • und Verfahren der Überprüfung ( Schülerdatenbögen, Anwesenheitslisten, Evaluationsbögen,…)

schriftlich formuliert sind. An Schwerpunkten werden pro SchulsozialarbeiterIn nicht mehr als zwei bis drei Ziele gewählt, um eine Zielorientierung und Profilierung der Schulsozialarbeit an der ASR zu gewährleisten.

Die Schulsozialarbeit der ASR bietet feste Sprechzeiten und Termine nach Absprache für SchülerInnen, Eltern, LehrerInnen,… an (Montag – Donnerstag, von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr offene Sprechzeit, tägliche Ansprechmöglichkeit im Lehrerzimmer sowie auf dem Schulhof, freitags Termine nach Absprache). Sie ist telefonisch unter der Nummer: 0231-3567233  und per E-Mail zu erreichen.

Zur notwendigen räumlichen und sachlichen Ausstattung befindet sich in der Albert-Schweitzer-Realschule ein funktionsfähiger Büroraum (R.114), der auch für Beratungsgespräche genutzt werden kann. Für die Gestaltung von Gruppenangeboten stehen angemessene Räume und Materialien zur Verfügung.

Die SchulsozialarbeiterInnen legen großen Wert auf die enge Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten im Bildungs- und Erziehungsprozess an der ASR und nehmen regelmäßig an Lehrer- und Zeugniskonferenzen oder anlassbezogen an Klassenkonferenzen der ASR teil. Mindestens einmal jährlich wird das Thema Schulsozialarbeit auf einer Lehrerkonferenz der ASR erörtert, um die Erwartungen zu reflektieren, ggf. zu relativieren und die Modalitäten abzusprechen. Innerhalb des schulischen Beratungsnetzwerkes findet je nach Anlass und nach Einhaltung des Datenschutzes Kontakt, Informationsaustausch und Unterstützung statt.

Die Schulsozialarbeit, die auf Grund ihres spezifischen pädagogischen Ansatzes an der ASR in der Regel fachlich recht isoliert arbeitet, erfährt eine, u.a. fachliche Einbindung in die Mitarbeiterschaft der dobeq. Der/die ProjektbereichsleiterIn der dobeq hält regelmäßig Kontakt zu den  SchulsozialarbeiternInnen der ASR und steht für Beratung und Unterstützung zur Verfügung. Einmal monatlich findet die kollegiale Beratung der dobeq statt, um problematische Einzelfälle in der kollegialen Fallberatung zu bearbeiten. Einmal im Jahr findet ein Qualitätszirkel der Schulsozialarbeit bei der dobeq statt, in dem die beteiligten MitarbeiterInnen die konzeptionellen Grundlagen und die Angebote fachlich weiter entwickeln.

Die Einbindung in die Strukturen der dobeq ermöglicht es der Schulsozialarbeit der ASR auch, die vielfältigen Kooperationsbeziehungen der dobeq als Träger der Jugendhilfe und Jugendberufshilfe für die Schule nutzbar zu machen.

In Absprache mit der Projektbereichsleitung der dobeq und der Schulleitung beteiligt sich die Schulsozialarbeit der ASR an Angeboten des Regionalen Bildungsbüros der Stadt Dortmund (Fortbildungen, monatl. Qualitätszirkel,…), um sich mit anderen austauschen zu können und Schulsozialarbeit insgesamt weiter zu entwickeln und zu profilieren.

1.4        Inhaltliche Ausrichtung und methodische Standards zentraler Angebote an der ASR

Bei der Schulsozialarbeit wird grundsätzlich die Form von Einzelfallhilfe und von Gruppenpädagogik unterschieden: In der Einzelfallhilfe entwickelt die Schulsozialarbeit differenzierte Unterstützungsinstrumentarien, um SchülerInnen zielgerichtete Hilfen anbieten zu können. Die Anwendung gruppenpädagogischer Methoden erlaubt es, in unterschiedlichen Settings (Klassenverbände, Freizeitgruppen, Arbeitsgemeinschaften u.a.m.) jeweils angemessene Angebote zu machen und gruppendynamische Prozesse anzuregen und zu begleiten.

Die Auswahl von Methoden für das jeweilige Angebot an der ASR richtet sich danach, inwieweit sie für das Erreichen der jeweils vereinbarten Ziele dienlich sind.

1.4.1    Einzelfallhilfe und Beratung

Durch die regelmäßige Anwesenheit und Erreichbarkeit der SchulsozialarbeiterInnen haben die SchülerInnen der ASR die Möglichkeit, ein Vertrauensverhältnis zu ihnen aufzubauen und sich Rat zu holen. Die SchulsozialarbeiterInnen bieten sowohl informellen Rat als auch formelle Beratungsprozesse zu fest vereinbarten Terminen an. Vertraulichkeit und Freiwilligkeit sind Grundprinzipien, die für die Beratung und die Einzelfallhilfe entscheidend sind. Aus der Beratung kann sich eine längerfristige sozialpädagogische Begleitung im Schulalltag, gegebenenfalls in Kooperation mit externen Beratungsstellen, entwickeln. Beratungsanlässe bei der Einzelfallhilfe sind:

 

  • Behördenangelegenheiten (Beispiele: Jugendgerichtshilfe / Gericht, Sozialamt, Jugendamt, Polizei)
  • Geldsorgen (Beispiele: Schulden, Problemkreis „Auskommen mit dem Einkommen“)
  • Krisensituationen (Beispiele: Stress mit den Eltern, dem Partner, Mitschülern, gewollt oder ungewollt schwanger)
  • Suchtprobleme, (Drogen, Internet, Alkohol, eigene Situation oder die von Freunden, Eltern)

Die Beratung und die Einzelfallhilfe an der ASR ist eine situationsbezogene Arbeit, die vom Einzelnen ausgeht mit dem Ziel, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten, Eigenverantwortlichkeit zu fördern und Problemlösungen sowie Perspektiven zu entwickeln.

1.4.2     Sozialpädagogische Gruppen- und Projektarbeit

Sozialpädagogische Gruppen- und Projektarbeit umfasst in der Schulsozialarbeit der ASR ein breites Spektrum möglicher Angebote mit unterschiedlichen Zielen und Organisationsformen. Dazu zählen:

  • zielgruppen- oder themenorientierte Angebote mit spezifischen Interessen und Fragestellungen als Ausgangspunkt für gemeinsame Aktivitäten und Erfahrungen

(z.B.: Garten AG, LARP AG, Rollenspiel AG, Babysitter-Diplom, Kochen, Traumwerkstatt, Archäologie u. Geschichts-AG…)

  • Gruppenarbeit mit Schülern, die Verantwortung für bestimmte Aufgaben bei der Gestaltung des Schullebens übernehmen wollen

(Anti-Mobbing AG)

  • Gruppenangebote zur Verbesserung persönlicher und sozialer Kompetenzen, Angebote für ganze Schulklassen

( in Zusammenarbeit mit externen Partnern Selbstverteidigungskurs, Deeskalationstraining, Aktion Teamgeist,…)

Projekt- und Gruppenarbeit an der ASR durch die Schulsozialarbeit bedeutet  Begleitung, Vermittlung, Durchführung, Entwicklung und Leitung sozialer Angebote oder Angebote mit Freizeit- und Bildungscharakter zur Förderung individueller, sozialer, kultureller, kreativer und sportlicher Kompetenzen. Sie befähigt zur Entdeckung neuer  Entwicklungen und Zusammenhänge, stärkt Klassen, sensibilisiert spezielle Themen, lässt Schüler anders lernen und baut den Lebensraum Schule aus.

  • Konfliktbewältigung

Ein sozialer Konflikt ist eine Interaktion zwischen zwei oder mehreren Einzelpersonen sowie Gruppen, bei der mindestens eine Seite Unvereinbarkeiten in Gedanken, Gefühls- oder Willensleben erlebt. Der Arbeitsschwerpunkt der Konfliktbewältigung geht je nach Thema bzw. Situation hinsichtlich der inhaltlichen und methodischen Ausrichtung und Standards mit den Schwerpunkten Einzelfallhilfe, Beratung, sozialpäd. Gruppen- und Elternarbeit einher.

Die SchulsozialarbeiterInnen der ASR wirken demnach mit den Angeboten und Methoden der anderen Arbeitsschwerpunkte unterstützend bei der Bewältigung von Konflikten im Schulalltag:

  • Sie bieten sozialpädagogische Gruppenarbeit an, bei der Kinder und Jugendliche Kompetenzen zur Bewältigung von Konflikten erwerben können;
  • sie unterstützen (nach Absprache mit der Beratungslehrerin der ASR) Lehrkräfte dabei, Klassenkonflikte oder akute Krisensituationen in Schulklassen zu bearbeiten;
  • sie vermitteln bei Konflikten unter SchülerInnen, (nach Absprache mit der Beratungslehrerin der ASR) zwischen SchülerInnen und Lehrkräften, zwischen SchülerInnen und Eltern oder zwischen Eltern und Lehrkräften;
  • sie initiieren Projekte zur Gewaltprävention, z.B. Deeskalations- und Anti-Mobbing-Trainings.
  • Arbeit mit Eltern und Personensorgeberechtigten

Die Schulsozialarbeit der ASR unterstützt Eltern durch Beratung, thematische Elterngespräche, Hausbesuche und Vermittlungshilfen. Solche Angebote dienen der Förderung der Erziehungskompetenz sowie der Unterstützung bei Problem- und Krisensituationen im Elternhaus. Demnach sind die Angebote und Methoden in der Elternarbeit der Schulsozialarbeit an der ASR gleich zu setzen mit denen des Arbeitsschwerpunktes „Beratung und Einzelfallhilfe“. Die Unterstützungsleistung der Schulsozialarbeit beinhaltet in der Regel keinen längeren Beratungskontakt, sondern zielt auf eine Vermittlung und Inanspruchnahme von Leistungen der Jugendhilfe und anderer Unterstützungsangebote.

1.4.5     Mitwirkung an der sozialräumlichen und fachlichen Vernetzung innerhalb und außerhalb der Schule

Die Schulsozialarbeit der ASR arbeitet mit dem Beratungsnetzwerk innerhalb der Schule und innerhalb des Schulzentrums Nette sowie mit öffentlichen Einrichtungen und Institutionen im Umfeld der Schule sowie bezirksübergreifend zusammen. Sie vernetzt den schulischen Lebensraum mit anderen Jugendhilfeleistungen. Sie unterstützt die ASR dabei, sich dem Sozialraum zu öffnen, z.B. indem sie bei einer Beteiligung an eventuellen Stadtteilfesten mitwirkt. Über die Teilnahme an der Arbeitsgemeinschaft nach § 78 KJHG, die im Stadtteil Nette und im Stadtbezirk Mengede von allen dortigen Trägern der öffentlichen Jugendhilfe gebildet werden, wirkt sie mit darauf hin mit, dass geplante Maßnahmen aufeinander abgestimmt werden und sich gegenseitig ergänzen. Die SchulsozialarbeiterInnen nehmen regelmäßig an den Sitzungen „Des Netzwerks gegen Recht des Stadtbezirks Mengede“ sowie an den Treffen des Aktionsraumbeauftragten des Stadtteils „Begegnung Nette“ teil.

1.4.6     Umsetzung des Bildungs- und Teilhabepakets

Ab 2011 sind Kinder und Jugendliche unter 25 Jahren, deren Erziehungsberechtigte oder sie selbst Leistungen nach SGB II, SGB XII, § 2 AsylbLG oder Wohngeld bzw. Kinderzuschlag erhalten, anspruchsberechtigt neben ihrem monatlichen Regelbedarf Leistungen für Bildung und Teilhabe zu beziehen.

Hierzu zählen:

  • Schulbedarf
  • Schulausflüge und Klassenfahrten
  • Schülerbeförderungskosten (in Ausnahmefällen)
  • Zuschuss zum Mittagessen in der Schule
  • Lernförderung
  • soziale und kulturelle Teilhabe

Die Schulsozialarbeit ist an der ASR Ansprechpartner zu „Bildung und Teilhabe“ (BuT).

  • Sie unterstützt Eltern und SchülerInnen durch Informationsgespräche, Beratung und Hilfe bei den Anträgen.
  • Sie wirkt darauf hin, dass nur Leistungen beantragt werden, die tatsächlich benötigt werden; überprüft die Anträge (Anspruch, Bewilligungszeitraum, Daten, Unterschrift,…) und organisiert gegebenenfalls die Ergänzung der Anträge       (z.B. Rückseite: Klassenfahrtdaten, Unterschriften von Schulleitung oder LehrerInnen,…).
  • Sie leitet die Anträge zur Bearbeitung und Bewilligung weiter an das Sozialamt der Stadt Dortmund und steht im Kontakt zum Informationsaustausch mit dem zuständigen SachbearbeiterInnen.

1.5        Prinzipien der Schulsozialarbeit an der ASR

An der ASR arbeiten die SchulsozialarbeiterInnen der dobeq schulintern und in den Arbeitsschwerpunkten nach bestimmten Prinzipien.

Sie bewahren ihre Neutralität und beweisen Professionalität, Kompetenz und Kooperation.

Sie zeigen bei ihrer Arbeit Verlässlichkeit, Flexibilität und Teamfähigkeit.

Unter Einbeziehen sozialer Umfelder zeigen sie Aufgeschlossenheit Wertschätzung und Empathie.

Vertraulichkeit und Freiwilligkeit sind Grundprinzipien der Schulsozialarbeit im Lebensraum der Albert-Schweitzer-Realschule.

Tabellarische Übersicht:              

Arbeitsschwerpunkte und zentralen Angebote der    Schulsozialarbeit an der ASR und deren inhaltliche Ausrichtung und methodischen Standards

Arbeitsschwerpunkte/ zentrale Angebote                                           

der Schulsozialarbeit

an der ASR

___________________________

 

inhaltliche Ausrichtung

und

methodische Standards

 

 

Einzelfallhilfe

und

Beratung

 Konflikt-

Elternarbeit

 

sozialpädagogische

Gruppen- und Projektarbeit 

-bewältigung

 

 

Netzwerkarbeit Bildung

und Teilhabe

Beschreibung der Arbeitsschwerpunkte begleitende, unterstützende, situationsbezogene Arbeit, die vom Einzelnen ausgeht

 

 

Begleitung, Vermittlung, Durchführung, Entwicklung und Leitung sozialer Angebote oder Angebote mit Freizeit- und Bildungscharakter

 

 

Vernetzung der Schule mit anderen Jugendhilfeleistungen und Kontakt und Austausch mit verschiedenen Einrichtungen

 

 

Umsetzung des Bildungs- und Teilhabepakets

 

Ziele der

Arbeitsschwerpunkte

-Hilfe zur Selbsthilfe leisten

-Eigenverantwortlich-keit fördern

-Problemlösungen Perspektiven entwickeln

 

 

-Förderung individueller, sozialer, kultureller, kreativer und sportlicher Kompetenzen

-Klassenstärkung

-Öffnung und Ausbau des schulischen Lebensraums

-Sensibilisierung spezieller Themen

 

 

-Erweiterung von

Lösungsansätzen

-Nutzen weiterer fachlicher Institutionen

-Öffnung von Schule

 

Förderung und Unterstützung von Schülern aus Familien mit geringen Einkommen

Angebote

 

Hilfe, Beratung bei:

-Behörden-angelegenheiten

-Geldsorgen

-Krisensituationen

und Konflikten

-Suchtproblemen

 

-zielgruppen- oder themenorientierte  Angebote mit spezifischen Interessen und Fragestellungen

-Gruppenarbeit mit Schülern, die Verantwortung für bestimmte Aufgaben übernehmen wollen

-Gruppenangebote zur Verbesserung persönlicher und sozialer Kompetenzen

 

 

 

 

-Teilnahme und/oder Mitarbeit an Projektleitertreffen, Qualitätszirkel, Konferenzen, Gesprächsrunden, Fortbildungen, Workshops und Arbeitskreisen

-kollegiale Fallberatung

 

 

 

-Hilfe, Beratung und Unterstützung von Schülern, Eltern und Lehrern

-Entgegennahme und Überprüfung der Anträge

- Weiterleitung der Anträge an die zuständige Behörde

 

Methoden

 

-Sprechstunden

-Beratungsgespräche

-Kontaktaufnahme u. Kooperation mit externen

Beratungsstellen

-Hausbesuche

 

 

-Begleitung bei Aktionen und Projekttage

-AG-Leitung und Betreuung

 

 

Austausch, Kontakt,

Gespräche

 

-Sprechstunden

-Beratungs-

gespräche

-Kontaktaufnahme u. Kooperation mit dem Sozialamt

Prinzipien

nach denen die Schulsozialarbeit

arbeitet

Kompetenz

Neutralität

Offenheit

Wertschätzung

Empathie

 

 

Teamarbeit

Flexibilität

Verbindlichkeit

Professionalität

Kooperation

 

 

 

 

Teamarbeit

Flexibilität

Verbindlichkeit

Kooperation

 

 

 

 

Kooperation

Kompetenz

Professionalität

Verbindlichkeit

Verlässlichkeit

 

 

 

 

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