Berufsfelderkundungen und Praktika

Das 3-wöchige Schülerbetriebspraktikum

Zum Bildungsauftrag der Realschule gehört es auch, den Schülerinnen und Schülern konkrete Vorstellungen von der Arbeitswelt zu vermitteln.

Zu einer wesentlichen Aufgabe des 9. Schuljahres gehört die Hinführung der Jugendlichen zur Arbeits-, Berufs- und Wirtschaftswelt mit dem Ziel, diese Bereiche kennen zu lernen und zu erleben, berufliche Situationen zu erfahren und zu erfragen, Lehrplaninhalte anzuwenden und zu vertiefen, erste konkrete Erfahrungen zur beruflichen Orientierung zu machen und evtl. vorhandene Berufswünsche an den Anforderungen der Praxis zu überprüfen. Deswegen ist ein dreiwöchiges Betriebspraktikum fester Bestandteil des schulinternen Lehrplans.

Die Schülerinnen und Schüler sollen grundlegende Berufstätigkeiten ausüben und sich in der Ernstsituation am Arbeitsplatz selbst erproben.

Im Hinblick auf eine Systematisierung und Ordnung der Fülle der Erfahrungen, Informationen und Beobachtungen bieten sich drei Hauptaspekte an:
 


  1. Der Aspekt der Berufsorientierung(Berufswahlsituation der Schüler, Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten einiger Berufe, Eignung und Neigung für erste berufliche Anforderungen und Selbstbeurteilung, berufliche Mobilität u. a.),
 


  2. der soziale Aspekt
(Verhältnis von Mitarbeitern und Vorgesetzten im Rahmen der Betriebshierarchie, Kooperation für die Erfüllung des Betriebszweckes, unterschiedliche Sichtweisen und Interessen verschiedener Funktionsträger, Mitwirkungs-, und Vertretungsformen, mögliche soziale Auswirkungen der Rationalisierung u. a.),

  3. der funktionale bzw. technologisch- ökonomische Aspekt
(organisatorischer Aufbau nach Abteilungen, Funktionsbereichen bzw. Funktionsträgern, Zusammenwirken der einzelnen Betriebsabteilungen, verschiedene Fertigungsstufen und -verfahren, Formen der Kooperation, Möglichkeiten der Rationalisierung u. a.).

Die aufgezeigten Aufgaben, Ziele und Inhalte stellen Leitlinien für eine pädagogisch ertragreiche und wünschenswerte Durchführung und Gestaltung des Schülerpraktikums dar. In diesem Sinne sollten sowohl eine einseitige Demonstration der vorbildlichen Seiten des Betriebes als auch nachteilige, möglicherweise schockierende Einflüsse vermieden werden. Nur ein unmittelbares und der Wirklichkeit entsprechendes Erfahren und Erleben des Arbeits- und Betriebsgeschehens durch den Schüler können die rechten Grundlagen für einen erfolgreichen Praktikumsverlauf schaffen.

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